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Markenbewusstes Leben

April 1st, 2009 · No Comments

Vielen Menschen ist es wichtig, dass auf ihrer Jeans ein Markenname steht, die Tasse ein ganz besonderes Symbol auf ihrem Boden abgedruckt hat und mit welchem Emblem das Shampoo, mit dem man die tägliche Haarwäsche erledigt, gekennzeichnet ist. Jeder weiß, dass Markenprodukte oder -geräte auch preislich etwas über den No-Name Artikeln liegen. Ob sich wirklich ein so großer Unterschied zwischen den Produkten verbirgt, ist manchmal fraglich, denn schon oft konnte man Berichte darüber lesen, dass zum Beispiel Überproduktionen eines Marken Waschmittels kurzerhand in andere Verpackungen gesteckt wurden und bei Discountern erheblich billiger verkauft werden. Sicher ist dies beispielsweise bei elektrischen Geräten oder anderen Gebrauchsartikeln nicht möglich, denn es macht sehr wohl einen Unterschied, ob auf einem Gasgrill Weber steht, oder ein anderes Namenszeichen.

Jeder verbindet mit Markenprodukten höhere Qualität. Dies beginnt schon bei der Babynahrung, deren marktführende Hersteller jedem bekannt sein dürften. Muss man aber wirklich ein schlechtes Gewissen haben, wenn man günstigere Produkte kauft, die anders heißen, aber beinahe so aussehen? Will man als Laie urteilen, muss man einfach beides einmal ausprobieren und dann seine eigenen Schlüsse aus den Ergebnissen ziehen. Bei Windeln ist durchaus ein Qualitätsunterschied zwischen billigen und Markenwindeln festzustellen, was sich vor allem bemerkbar macht, wenn das Kind dann einmal die Nacht durchschläft.

Auch bei der Tiernahrung konkurrieren Markenprodukte, die tagtäglich in der Werbung zu sehen sind, mit günstigen Artikeln aus der Drogerieabteilung oder dem Discounter. Falsch verstandene Tierliebe führt hier die Menschen dazu, zu denken, man müsse immer das gute, das teure kaufen. Natürlich gibt es aber auch wirklich Tiere, denen man die günstigen Dosen nicht anzubieten braucht, weil sie ihnen nicht schmecken. Beim Einkauf kann man gewisse Kriterien, unabhängig vom Preis oder der Aufschrift, vergleichen, um eine Entscheidung treffen zu können. So ist zum Beispiel der Fleischanteil ein wichtiger Anhaltspunkt. Letztendlich entscheidet auch hier das Tier, was es mag, oder nicht.

Wahr ist es auch, dass eine Jeanshose von Markenherstellern länger ihre Passform behält, ihre Strapazierfähigkeit höher ist, und sie nicht so schnell kaputt geht. Andererseits kann man von günstigeren Hosen mehrere verschiedene Modelle für den gleichen Preis kaufen. Dies ist vor allem bei Kindern, die ja noch wachsen, ein Grund, warum die Eltern weniger zu Markenmode greifen, als zu Discount Angeboten, die so lange halten, wie sie passen.

Im Bereich der Lebensmittel spielt heute wohl die Haushaltskasse eine große Rolle, wenn es darum geht, ob man Marken kaufen kann, oder nicht. Hat man mehrere hungrige Mäuler zu stopfen, sind schnell einige Euro Unterschied, vergleicht man nur die Preise von Nudeln aus dem Discounter mit Markenprodukten. So zieht es sich durch alle Bereiche, wie Joghurts, Pudding, und so weiter. Hier kann man es sich oftmals einfach nicht mehr leisten, angesichts der immer höheren Lebenshaltungskosten und des durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit sinkenden Gehalts Markenprodukte zu kaufen, auch wenn sie manchmal besser schmecken.