Kaum fallen die ersten Schneeflocken beginnt auch schon der Ansturm der Wintersportbegeisterten auf die einschlägigen Ski- und Wintersportorte. Regelrechte Karawanen setzen sich in Bewegung. In diesen Karawanen befinden sich Freunde des Abfahrtsskilaufs, aber auch Menschen, die eher dem Langlaufen frönen wollen. Natürlich findet man in so einer Karawane auch den Familienvater, der mit seinen Kindern nur eine Runde rodeln möchte. Eines haben sie alle gemeinsam. Jeder dieser Menschen möchte so schnell wie nur irgend möglich auf die Piste. So schnell, wie sich viele das erhoffen geht es dann aber in den meisten Fällen leider doch nicht.
Denn die Straßen und Wege die zu den Skiliften, Loipen und Rodelbahnen führen, sind wegen des starken Verkehrs schon sehr schnell überlastet. So wird der Beginn eines schönen Tages, den man beim Wintersport auf der Piste verbringen möchte, schon ganz zu Anfang zu einer Geduldsprobe. Sitzen nur Erwachsene in einem Auto ist das noch nicht ganz so schlimm. Sobald aber auch kleine Kinder mit im Fahrzeug sitzen, kann ein Stau oder auch nur stockender Verkehr schon zu einer Probe für die nervliche Belastbarkeit der Eltern werden. Die meisten Kinder fangen ja schon nach einer Minute Fahrt an, die Eltern mit Fragen nach der genauen Zeit der Ankunft am Skilift oder an der Loipe zu nerven.
Erreicht man dann, etwas verspätet und etwas genervter als eigentlich gedacht, endlich sein Ziel, so steht man meistens vor dem nächsten Problem. Ein Parkplatz muss gesucht werden. Selbst wenn man extrem früh von zu Hause losfährt, wird man dieses Problem haben. Scheinbar gibt es immer mindestens genauso viele Menschen die früher als man selbst am Parkplatz ankommen, als dieser Plätze zum Parken bietet. Hat man dann endlich einen freien Parkplatz gefunden muss dieser in der Regel teuer erkauft werden. So hat man nicht nur weniger Nerven, sondern gleich auch noch etwas weniger Geld in der Tasche. Aber damit rechnet man ja sowieso, wenn man sich in einen Wintersportort aufmacht.
Steigt man dann aus dem Auto aus, hört man schon die Musik, die vom Skilift herüber geweht wird. Aktuelle Hits und manchmal auch Volksmusik sind die großen Favoriten der Liftbetreiber. Weniger oft bis gar nicht wird zum Beispiel Gothic gespielt. Auch Heavy Metal oder noch härtere Spielarten der Musik hört man so gut wie gar nicht. Man macht sich also mit seinen Skiern in Richtung Talstation auf. Dort findet man in der Regel die Kassen. Dort angekommen heißt es sich erst einmal anstellen. Denn natürlich sind auch hier schon etliche Leute schneller gewesen als man selbst.
Ist man dann endlich an der Reihe, ist man wahrscheinlich neben dem Geld für die Tageskarte wieder ein bisschen mehr seiner Nerven losgeworden. Denkt man jetzt, man hätte alle Hürden erfolgreich genommen und kann sich nun endlich dem eigentlichen Zweck seines Besuches am Skilift, nämlich dem Skifahren, widmen, so hat man sich getäuscht. Das stellt man spätestens dann fest, wenn man die Schlange bemerkt, die sich hinter dem Einstieg zum Lift gebildet hat. Auch hier, man kann es sich fast schon denken, waren wieder etliche andere Menschen schneller als man selbst.
Aber auch diese Zeit des Wartens geht irgendwann vorbei und man ist an der Reihe. Nach einigen Minuten Fahrt ist man dann auch endlich auf dem Gipfel und damit am Beginn der Abfahrt angekommen. Nun kann die Fahrt also losgehen. Doch wer jetzt denkt, die nun folgende Abfahrt hätte etwas mit Entspannung zu tun, wird sich schon nach kurzer Zeit eines Besseren belehren lassen müssen. Die Piste ist auch zu relativ frühen Zeiten schon sehr stark frequentiert. So ist man die meiste Zeit während der Abfahrt damit beschäftigt, auf andere Wintersportfans zu achten, damit es zu keiner Kollision mit einem dieser Menschen kommt.
