Die Kosten für Strom und Energie steigen stetig an, da wird es Zeit, dass man sich einmal näher mit dem Thema Energie sparen beschäftigt. Möglichkeiten gibt es viele, doch nicht alle sind gleichermaßen gut umzusetzen. Wer beispielsweise zahlreiche elektrische Geräte ständig auf Stand-By stehen lässt, der verprasst damit jede Menge Energie. Insgesamt lässt sich hier einiges sparen, wenn man die Geräte an Steckdosenleisten mit Kippschalter anschließt. Sobald man sie nicht mehr benutzt, kann man den Kippschalter umlegen und die Geräte sind vollständig vom Stromnetz getrennt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um den Fernseher, die Stereoanlage oder den Computer geht.
Energiesparlampen bringen ebenfalls einiges an Einsparpotenzial, wie der Name schon verrät. Werden diese zumindest in den Räumen eingesetzt, in denen häufig und langanhaltend das Licht brennt, lassen sich hier ebenfalls einige Kosten einsparen. Des Weiteren gibt es kleine Tricks und Kniffe, wie man noch mehr sparen kann, speziell für die Küche. So arbeitet ein Herd beispielsweise mit einer Restwärme. Diese hält recht lange an. Schaltet man den Herd also etwa zehn Minuten vor dem Ende der Garzeit ab, spart dies Strom, das Essen bleibt aber dennoch schmackhaft. Mikrowellen eignen sich zum schnellen Aufwärmen des Essens besser, als der Herd, da dieser mehr Strom verbraucht. Zusätzliche Energie lässt sich einsparen, wenn man auf das Vorspülen des Geschirrs verzichtet, denn moderne Spülmaschinen übernehmen diesen Arbeitsschritt vollautomatisch.
Wer sich in nächster Zeit den Traum vom Eigenheim erfüllen will, der kann sogar noch einiges mehr tun, um Energie einzusparen. So kann man beispielsweise eine Solaranlage nutzen. Die thermische Solaranlage eignet sich ideal, um Heizkosten einzusparen, die Sonnenenergie wird automatisch in Wärme umgewandelt, man kann damit das Haus beheizen und die Energie zur Erwärmung des Wassers nutzen. Die Photovoltaikanlage hingegen wandelt die Sonnenenergie in Strom um, den man an den jeweiligen Stromversorger liefert, und von diesem entsprechend vergütet bekommt. Dabei liegt die Vergütung des Stroms über den Einkaufspreisen, sodass man hier nicht nur sparen, sondern sogar etwas verdienen kann. Wichtig ist auch die richtige Dämmung des Hauses, denn bei einer falschen Dämmung ginge ebenfalls wertvolle Energie verloren.
Wirklich sparen kann man hierbei mit einem Passivhaus, welches nahezu ohne eigene Heizung und ähnliches auskommt. Der Verbrauch von Energie ist hier besonders niedrig, auch wenn man nicht in allen Fällen sparen kann. Besitzt man beispielsweise ein Wasserbett, so wird hierbei immer ein erhöhter Energieverbrauch auftreten, weil das Bett einfach beheizt werden muss. Jedoch kann man durch das Passivhaus moderne Mittel nutzen, um so beispielsweise die Dichtigkeit des Hauses deutlich zu verbessern, die Außenluft zu erwärmen und zur Erwärmung des gesamten Hauses zu nutzen. Beim Passivhaus wird beispielsweise darauf geachtet, dass große Fensterfronten in Richtung Süden eingebaut werden. Durch diese kann das Sonnenlicht direkt in das Haus einfallen und dieses aufwärmen. Mit Hilfe einer entsprechenden Dämmung und Isolierung kann man zudem den Wärmeverlust extrem gering halten. Die eingesetzten Fenster sind oft mit einer Dreifachverglasung ausgestattet, die Dichtheit von Fenstern und Türen wird besonders stark ins Auge gefasst und kontrolliert. Die Vorschriften für ein solches Passivhaus sind enorm streng, werden diese nicht erfüllt, kann man nicht von einem Passivhaus sprechen.
Zum Energie sparen gehört jedoch nicht nur die perfekte Dämmung des Hauses, sondern ebenso der bewusste Umgang mit Energie. Oftmals reicht es beispielsweise, die Heizung auf kleiner Stufe laufen zu lassen. Die Räume erwärmen sich ebenso schnell und stark wie bei der vollen Leistung. Des Weiteren sind gekippte Fenster eine Todsünde beim Thema Energie sparen. Denn durch die gekippten Fenster findet kein wirklicher Luftaustausch statt, läuft dann noch die Heizung, so beheizt sie vorrangig die Außenluft, nicht jedoch den Raum selbst. Stoßlüften ist hier die bessere Variante. Dabei werden die Fenster für einige Minuten vollständig geöffnet, danach wieder ganz geschlossen.
